Milben

Mit dem Vorkommen von Milben muss praktisch in jeden Lagerräumen gerechnet werden. Sie können sich aktiv ausbreiten oder werden durch Tiere übertragen. Aufgrund ihrer Lebensansprüche ist eine Überwinterung in Lägern und anderen frostfreien Bereichen möglich. Einzelne Entwicklungsstadien der Milben können milde Wintertemperaturen überdauern.

Milben besitzen vergleichbar mit anderen Schädlingen ein enormes Vermehrungspotenzial und können sich derart schnell im befallenen Getreide ausbreiten.

Der dabei entstandene Schaden ist nicht unerheblich. Befallenes Getreide kann teilweise oder gänzlich ungenießbar werden. Bei starkem Befall ist ein beißend süßlicher Geruch wahrnehmbar. Typisch sind auch die Gespinste, welche optisch Staubflocken ähneln. Ursache der Schädigung des Getreides ist die Ansammlung von abgestorbenen Milben, Häuten, Exkrementen und anderen Ausscheidungen (Toxine). Damit geht eine Beeinträchtigung von Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz des Getreides einher. Darüber hinaus übertragen Milben schädliche Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Der Hygienestatus des Getreides verschlechtert sich weiter und Verderbprozesse werden beschleunigt.


Milben selbst sind verdauungsphysiologisch eher selten bedenklich. Da sie aber mit Schimmelpilzen eine Symbiose eingehen, ist ihr Auftreten immer auch ein Hinweis auf eine Verschlechterung des Hygienestatus und eine Verminderung des Futterwertes. Die Folge sind Probleme mit der Tiergesundheit (Erbrechen, Durchfall) und daraus resultierende Leistungsdepressionen. Neben einer Behandlung betroffener Partien mit geeigneten Mitteln ist deshalb immer auch eine mikrobiologische Untersuchung (Pilze, Bakterien) anzuraten. Wird das befallene Getreide ohne Behandlung verfüttert, gelangen die Milben zwangsläufig in den Stall, was weitere Probleme nach sich zieht. Verschiedene allergische Reaktionen wie beispielsweise Juckreiz treten bei den Tieren auf, was ebenfalls eine verminderte Futteraufnahme zur Folge hat.


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