Milben

Mit dem Vorkommen von Milben muß praktisch in jeden Lagerräumen gerechnet werden. Sie können sich aktiv ausbreiten oder werden durch Tiere übertragen. Auf-grund ihrer Lebensansprüche ist eine Überwinterung in Schuppen, Lägern und anderen frostfreien Bereichen möglich. Einzelne Entwicklungsstadien der Milben können milde Wintertemperaturen überdauern.

Milben besitzen vergleichbar mit anderen Schädlingen ein enormes Vermehrungspotential und können sich derart schnell im befallenen Getreide ausbreiten

Der dabei entstandene Schaden ist nicht unerheblich. Befallenes Getreide kann teilweise oder gänzlich ungenießbar werden. Bei starkem Befall ist ein beißend süßlicher Geruch wahrnehmbar. Ursache der Schädigung des Getreides ist die Ansammlung von abgestorbenen Milben, Häuten, Exkrementen und anderen Ausscheidungen (Toxine). Damit geht eine Beeinträchtigung von Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz des Getreides einher. Darüber hinaus übertragen Milben schädliche Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Der Hygienestatus des Getreides verschlechtert sich weiter und Verderbprozesse werden beschleunigt.

Werden Milben im Getreide gefunden, so sollte dieses nicht mehr verfüttert werden. Die jeweilige Partie ist mit einem entsprechenden Mittel zu behandeln und kann dann nur noch verschnitten an Mastschweine verfüttert werden. Der Anteil in der Ration sollte aber 10 % nicht überschreiten. An Sauen und Ferkel darf es aufgrund der enthaltenen Toxine nicht mehr verfüttert werden.


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